Jahresrückblick: Serien und Filme 2014

Ihr habt also den vorherigen Post gelesen oder seid einfach so hier gelandet. Im Folgenden zeige ich euch meine Meinung zu den Serien und Filmen dieses Jahres.

Serien:

Bester Serien-Darsteller

Rick Hoffman als Louis Litt in „Suits“

Das kam anders raus als ich dachte. Anfangs Jahr hätte ich noch klar gesagt, das ist jemand aus Game of Thrones, aber was Rick Hoffman in der letzten Folge namens „This is Rome“ zeigte, war unglaublich. Selten habe ich einen Wutausbruch so authentisch gesehen. Er war für mich immer nur zweitrangig, ein Nebencharakter halt. Aber die Autoren wussten wirklich wie Louis in Staffel 4 so langsam an Fahrt gewinnen kann und neben Donna mein Lieblingscharakter der Serie wird!

Ich muss echt sagen, es war knapp. Wer für mich auch einen Golden Globe verdient hat, ist eindeutig Pedro Pascal als Oberyn Martell in „Game of Thrones“. Für mich stahl er allen die Show und verkörperte den Charakter aus den Büchern so gut, dass er meiner Meinung nach in der Serie noch cooler ist.

Follower:   Peter Dinklage als Tyrion Lannister in “Game of Thrones” (DIESER GERICHTSPROZESS :O )   Norman Reedus als Daryl Dixon in „The Walking Dead“

Beste Staffel

Zu dieser Kategorie zähle ich Staffeln von Serien, die schon älter sind, aber dieses Jahr eine neue Staffel veröffentlichten. Und hier ist mein Gewinner:

Game of Thrones Staffel 4

Diese Staffel war nahezu perfekt. Viele Twists, echt gut inszeniert. Herausragende Leistungen von Peter Dinklage und Pedro Pascal. Ein Jamie, der so langsam sympathisch wird und fast keine Längen. Ich muss aber diese viel zu lange Schlachtszene an der Mauer erwähnen, die meiner Meinung nach viel zu schnell geschnitten ist… Da sollten sie wirklich bei ruhigen Kameras bleiben und Action anderen überlassen…

Wie schon gesagt war für mich aber auch die vierte Suits Staffel wahnsinnig gut. Die hatte aber echt paar Längen, zu viele „Goddamns“ und nervende Charaktere wie z.B. Rachel.

Ich hab aber gehört, dass auch die vierte Homeland Staffel oder die fünfte von TWD auch nicht schlecht sein sollen, leider haben mich beide Serien in der jeweils vorherigen Staffel verloren…

Grösste Enttäuschung

„Gotham

Man war ich da gehyped. Zuerst nie was davon gehört, dann durch ein paar geniale Trailer total gespannt drauf. Ich liebe Batman, aber umso mehr liebe ich die ganze Atmosphäre dieser Metropole. Ich würde liebend gern The Dark Knight ohne Batman sehen. Dachte das kriege ich hier. Nope. Nach schon zwei Folgen musste ich abbrechen. Eine Serie voller Fehlbesetzungen und keiner Atmosphäre. Vielleicht versuche ich nochmal reinzukommen…ich glaube aber eher nicht.

Beste Serie

Ich muss zugeben, ich habe nur eine Serie dieses Jahr geschaut, die auch da rauskam. Dies war ein Jahr, wo ich vieles nochmal geschaut habe, wie Fringe oder House of Cards, aber was ich dann geschaut habe, war Wahnsinn:

The Missing

Diese Mini-Serie, die nur acht Folgen umfasst, ist total unbekannt und ich bin auch nur durch Twitter drauf gestossen. Aber wie gut die ist! Der Soundtrack ist super und im Einklang mit der ganzen bedrückenden Atmosphäre einer Entführung. Ich will nicht zu viel darüber sagen, aber die letzte Folge ist gespickt mit Wendungen, die ich wirklich nicht kommen sah. Vielleicht waren es auch ein bisschen zu viele davon, aber das ist Kritik auf sehr hohem Niveau. Schaut sie euch an! The Missing ist Geheimtipp des Jahres, aber für mich auch die beste Serie!

Von wem ich aber noch besseres gehört habe ist True Detective. Matthew McConaughey und Woody Harrelson sollen da was ganz Grosses zeigen. Auf Platz 1 meiner Watchlist.

Filme:

Bester Film-Soundtrack

Das war einfach.

„Interstellar“ von Hans Zimmer

Was für ein Jahr von Hans Zimmer. Mit „Interstellar“ und „12 Years a Slave“ hat er gleich in zwei Box-Office-Hits sein ganzes Können bewiesen. Ich habe in meiner Kritik dazu schon genug gesagt, aber für noch nicht überzeugte möchte ich hier noch mal mein Lieblingsstück daraus zeigen:

Noch erwähnen will ich unbedingt den Soundtrack von „12 Years a Slave“, auch zum Teil von Hans Zimmer, und jenen von dem dritten „Hobbit: The Battle of the five Armies“, geschrieben von Howard Shore.

Beste Szene

Die Peitschenszene in „12 Years a Slave“

Das war schon schwieriger. Auch hier musste ich mich zwischen „12 Years a Slave“ und „Interstellar“ entscheiden. Die Entscheidung machte dann das Gefühl. Bei dieser Szene in „12 Years a Slave“ musste ich wirklich schlucken und hatte dann auch nach dem Film einen Kloss im Hals. Man denkt zuerst, die würden das nicht zeigen, die würden wegdrehen oder schneiden, aber nein! Die halten da voll mit der Kamera drauf. Der Fakt, dass das ganze auch noch eine Planszene ist beeindruckend und ich will nicht wissen, wie schwer es für die Schauspieler gewesen sein musste, so etwas darzustellen. Michael Fassbender war überragend und man hatte wirklich Angst vor ihm und Lupita Nyong’o hat zurecht den Oscar dafür bekommen.
Hier möchte ich noch erwähnen, dass obwohl der Film schon letztes Jahr in den USA anlief, er hier erst Anfang Jahr erschien und ich ihn da erst gesehen habe, deshalb zähle ich ihn hier rein.

Diese Szene hier hat sich gegen drei aus „Interstellar“ behauptet: Die Wasser-Berge-Szene, das Schauen der Videonachrichten und die berühmt berüchtigte „Docking Szene“.

Bester Hauptdarsteller

Chiwetel Ejiofor als Salomon Northup  in „12 Years a Slave“

Der Mann mit dem Namen, den man nicht aussprechen kann, gewinnt hier ganz klar. Wie oben gesagt, will ich nicht wissen, was mit einem passiert, besonders als Dunkelhäutiger, wenn er die Geschichte von Salomon Northup darstellen muss. Eine Glanzleistung.

Ganz knapp danach folgt für mich Joaquin Phoenix in Her, einem total untergegangenen Film, der auch wie vorhin in der Schweiz erst dieses Jahr in die Kinos kam.
Matthew McConaughey soll aber für seine Rolle als Cooper in Interstellar auch nicht zu kurz kommen. Der Mann kanns!

Ich habe gehört Jake Gyllenhall soll in Nightcrawler acu

Bester Nebendarsteller

Scarlett Johansson als Samantha in Her

Diejenigen von euch, die Her auf Deutsch gesehen haben, werden sich sicher fragen, wo die denn da vorkam? Dann muss ich euch aber mitteilen, dass ihr den für mich besten Teil am ganzen Film verpasst habt. Sie spricht hier ein Betriebssystem. Unglaublich, aber dieses OS hatte mehr Charakter als viele Leute aus Fleisch und Blut auf der Leinwand. Es ist wirklich eine Stimme , in die man sich verlieben kann.

Grösste Enttäuschung

Der Hobbit: Die Schlacht der Fünf Heere

Wie schade! Ich liebe die Herr der Ringe-Trilogie und hatte mir vom Hobbit gleich Gutes erhofft. Als ich dann hörte, dass man dieses winzige Buch in drei Teile spaltet, war ich skeptisch, aber ich hatte meinen Glauben in Peter Jackson noch nicht verloren. Als ich dann die ersten beiden gesehen hatte, dachte ich, das war sicher nur das Vorspiel für das grosse Finale, genauso wie es Two Towers für Return of the King war; da wird er mich packen können. Doch dem war nicht so. Ich habe den Film im IMAX gesehen und ja es sah toll aus. Ja der Soundtrack war gut. Ja der Fanservice war riesig!( Hallo?! Billy Boyd, der in den Credits singt?!)
Aber die Atmosphäre war nicht da. Der Tod Smaugs war wohl das Unspektakulärste, was ich je gesehen habe und auch der Rest war irgendwie „meh“. Die ganze Hobbit-Trilogie war einfach meh. Nicht schlecht, aber eindeutig nicht das was man erwartet hatte. Peter Jackson hat sich hier meiner Meinung nach einfach überschätzt und entweder er oder Warner einfach zu viel Geld machen wollten. Schade, echt schade…

Bester Film

Ich bin hin und hergerissen und konnte mich lange nicht entscheiden. Aber für mich ist

12 Years a Slave

mein Film des Jahres. „Interstellar“ hat mich vielleicht länger mitgenommen, aber was Steve McQueen bei „12 Years a Slave“ auf die Leinwand geknallt hat, war krass. Ich fühlte mich echt nicht gut danach, mitgenommen und betroffen fragt man sich, wie Sklaverei so lange toleriert werden konnte. Der Film hatte einfach Wucht. Er traf mich wie ein Schlag ins Gesicht.

Ich will nicht sagen, dass Interstellar viel schlechter ist. Sie sind echt gleich gut. Interstellar hat auch Szenen, in denen ich in den Kinositz gedrückt wurde, und ich musste mich sogar eine Woche danach noch mit ihm und der Physik dahinter beschäftigen und das Genie dahinter begreifen, aber schlussendlich war es eine Entscheidung aus dem Bauch heraus.

Nicht unerwähnt lassen will ich Her ,Boyhood, Gone Girl, Edge of Tomorrow und Nightcrawler, den ich aber eben noch nicht gesehen habe. Die anderen haben mich echt beeindruckt. Was für ein tolles Kinojahr!

Das war alles was ich zu den Serien und Filmen dieses Jahres zu sagen hatte. Das gleiche folgt morgen für die Spiele🙂

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